Wirtschaft und Soziales

Die Monarchie war ein aufeinander abgestimmter Wirtschafts- und Verkehrraum, der die Reichsteile verband. Diese waren sprachlich so heterogen, wie sie wirtschaftlich und sozial unterschiedlich entwickelt waren.

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Die Wirtschaft und Sozialstruktur der böhmischen Länder und der Alpenländer ähnelte der in Westeuropa, während im Osten und Südosten traditionelle bäuerliche Strukturen vorherrschten. Insgesamt befand sich die Wirtschaft – eine der größten Europas – in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg in einem Aufholprozess.

Vor dem Kurhaus in Ischl ©
Vor dem Kurhaus in Ischl
"Brezn' Frau" - eine Backwaren-Verkäuferin ©
Brezn' Frau
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Budgetrede 1905
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Vortrag Ernst Bruckmüller - Die "Soziale Frage" im Wandel der Zeit. Von Karl von Vogelsang bis in die Gegenwart
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Die soziale Lage der weiblichen Angestellten Wiens um die Jahrhundertwende
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Staatsausgaben im internationalen Vergleich ©
Staatsausgaben im internationalen Vergleich

Klassengegensätze

Klassengegensätze, aus heutiger Sicht wohl auch Standesdünkel, waren in der Doppelmonarchie einfache alltägliche Realität. Vermögen, also wirtschaftlicher Erfolg, Verdienste in Kunst und Wissenschaft begannen diese unsichtbare Mauer zu überwinden. Ein Zugang zur poltitisch-staatlichen Elite war aber ohne den dementsprechenden Hintergrund, nämlich hohe Geburt und tunlichst auch Vermögen, nur mit ausßergewöhnlichen Leistungen möglich, aber eben nicht unmöglich.

Graphik zur Berufsverteilung in Österreich-Ungarn ©
Berufsverteilung in Österreich-Ungarn
Die Fahrt zum Markt - Fuhrwerk mit Marktwaren ©
Die Fahrt zum Markt

Keine "gute, alte Zeit"

Städtische und ländliche Armut um 1910 waren ungleich gravierender und verbreiteter als heute. Ein soziales Netz im heutigen Sinn existierte nicht. Arbeitslosigkeit, Altersversorgung, Krankheitsvorsorge waren weitgehend ungelöste Probleme. Zwar sind Verbesserungen in der sozialen Lage der Massen in den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg durchaus feststellbar, doch ein Entwicklungssprung trat erst mit der Sozialgesetzgebung der Republik, ab 1919, ein.

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Die wirtschaftlichen Probleme des Donaubeckens nach dem Zerfall der Monarchie
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Urbanisierung und Nationalitätenproblem
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Bevölkerungswachstum - Vergleichsgraphik zum Bevölkerungswachstum verschiedener Länder ©
Bevölkerungswachstum
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Österreichische Frauenbewegung um die Jahrhundertwende
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Migrantenströme

Während der langen Regierungszeit Kaiser Franz Josefs (1848–1916) zogen Menschen der verschiedenen Nationalitäten des Reiches in die rasch anschwellenden Städte, die bessere Arbeitsmöglichkeiten versprachen. Wien zum Beispiel hatte um die Mitte des 19. Jahrhunderts rund 450.000, um 1910 rund zwei Millionen Einwohner. Während in Wien die multiethnischen Zuwanderer in Jahrzehnten sprachlich und kulturell assimiliert wurden, veränderten sich in vielen anderen Städten, vor allem im Königreich Böhmen, die Sprach- und Nationalitätenverhältnisse durch Zuzug aus den Landgebieten beträchtlich, was meist mit großen Spannungen einherging. – In umgekehrte Richtung ging die breitflächige Auswanderung aus der Monarchie – rund dreieinhalb Millionenen Menschen –, vor allem in die Vereinigten Staaten von Amerika.

Steuerliche Belastung

Steuerliche BelastungTatsächlich war die Steuerlast im Vergleich zu heute gering. 1896 wurde – in Ergänzung anderer Steuern – erstmals eine leicht progressive Einkommens-
steuer – 5 Prozent! – eingeführt.

Die Steuerlast für den Österreicher - Vergleichsgraphik zur Abgabenquote verschiedener Länder ©
Die Steuerlast für den Österreicher

Handel und Industrie

Kaufhaus Hermansky in Wien ©
Kaufhaus Hermansky in Wien
Die Piatnik-Fabrik in Wien ©
Die Piatnik-Fabrik in Wien

Chronologie der Ereignisse