Kultur der Zwanziger Jahre – Kontinuität und Aufbruch

Lässt sich nach dem tiefen Einschnitt des Weltkrieges alles weiterführen wie gewohnt? Sollen die Kulturschaffenden nun, nach dem großen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Umbruch, radikal neue Wege gehen?

Die Kultur der Zwanziger Jahre bewegt sich auf dem breiten Übergangsfeld zwischen radikalster Moderne und starrem Konservativismus, zwischen Aufbruch und Kontinuität, einer Kontinuität unter geänderten Verhältnissen freilich, die oft nostalgische Züge annimmt.

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Literatur und Theater

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Raoul Aslan rezitiert

Aus "Julius Caesar" von William Shakespeare

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Kontinuität: Das Burgtheater

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Raoul Aslan rezitiert

"Die Prinzessin auf der Erbse" von Hans Christian Andersen

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Anton Wildgans ©
Anton Wildgans

Habsburgische-barocke Tradition und das neue kleine Österreich.
Zwischen Österreich-Bewußtsein und Deutschtum

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Rede über Österreich

Anton Wildgans

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Literatur als Aufreger
Das literarische „Jung-Wien“, die Avantgarde der Jahrhundertwende, ist mittlerweile in die Jahre gekommen, aber immer noch skandalträchtig. Die Aufführung von Schnitzlers Stück "Reigen" im Februar 1921 löst mehr als einen Theaterskandal aus - öffentliche Unruhe, politische Interventionen, antisemitische Angriffe. - Ein Test für die Liberalität in der neuen Republik?

Rückschau auf eine große Ära der Literatur

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Erinnerung an Schnitzler und Werfel

Alexander Lernet-Holenia befragt von Friedrich Torberg, 1957

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Arthur Schnitzler ©
Arthur Schnitzler
Alexander Lernet-Holenia ©
Alexander Lernet-Holenia
Stefan Zweig ©
Stefan Zweig
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Erinnerung an Stefan Zweig

Alexander Lernet-Holenia befragt von Friedrich Torberg, 1957

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Hofmannsthal - Werfel - Rilke ©
Hofmannsthal - Werfel - Rilke
00:24:44 (00:05:23 bis 00:12:42) audio
Erinnerung an Hofmannsthal und Rilke

Alexander Lernet-Holenia befragt von Friedrich Torberg, 1957

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Richard Beer-Hofmann ©
Richard Beer-Hofmann
00:28:50 (00:22:10 bis 00:23:16) audio
Arthur Schnitzler und Richard Beer-Hofmann

Erinnerungen des Sohnes, Heinrich Schnitzler

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Sprach- und Gesellschaftskritik
Der geliebte und verhasste „Fackel-Kraus“ – die Kontinuität einer kritischen Stimme von der Monarchie über den Weltkrieg in die Republik

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Ernst Krenek über den Einfluss von Karl Kraus
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Karl Kraus ©
Karl Kraus
00:28:50 (00:22:10 bis 00:23:16) audio
Arthur Schnitzler und Karl Kraus

Erinnerungen des Sohnes, Heinrich Schnitzler

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Karl Kraus trägt vor

"Das Lied von der Presse"

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Theaterzettel  für "Jedermann", 1920 ©
Theaterzettel  für "Jedermann", 1920
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Salzburger Festspiele und das Festspielhaus in den 20er und 30er Jahren

Clemens Holzmeister

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Hochkultur: Die Salzburger Festspiele – „Großes Welttheater“ in einem klein gewordenen Land …

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Salzburger Festspiele

Betrachtungen über das Publikum. Von Hugo von Hofmannsthal, gelesen von Helene Thimig

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Clemens Holzmeister ©
Clemens Holzmeister
00:29:48 (00:04:24 bis 00:06:22) audio
Friedrich Torberg über seine Anfänge und die damalige literarische Szene
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00:29:48 (00:08:01 bis 00:09:11) audio
"Der Schüler Gerber hat absolviert", 1930

Frierdrich Torberg über seinen Erstlingsroman

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Alfred Torberg ©
Friedrich Torberg

Ernste Musik

Erich Wolfgang Korngold ©
Erich Wolfgang Korngold

Moderne Klassik: „Die tote Stadt“, 1920

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Glück, das mir verblieb - Ausschnitt aus "Die tote Stadt"

Erich Wolfgang Korngold

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Modernität: Eine „Jazzoper“, 1927

Alfred Jerger als Jonny aus der Jazz-Oper "Jonny spielt auf" von Ernst Krenek ©

Alfred Jerger als Jonny

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Ein Opernskandal: "Johnny spielt auf". Ernst Krenek.


Ausschnitt: Leb wohl, mein Schatz

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00:29:15 (00:05:09 bis 00:08:43) audio
Ernst Krenek über "Johnny spielt auf"

In der Radiosendung "Von Tag zu Tag"

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00:35:11 (00:04:30 bis 00:05:23) audio
Ernst Krenek die Absetzung eines seiner Stücke ("Karl V.")
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Ernst Krenek ©
Ernst Krenek
Arnold Schönberg von Egon Schiele ©
Arnold Schönberg

Die „Neue Musik“ - fortgesetzt und ausgebaut: Die „Zwölftontechnik“ wird in den frühen Zwanziger Jahren entwickelt: Arnold Schönberg, Josef Mathias Hauer, Anton von Webern, Alban Berg

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Ernst Krenek über Anton von Webern
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00:35:11 (00:30:10 bis 00:31:08) audio
Ernst Krenek über die Zwölftontechnik
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Richard Strauss ©
Richard Strauss
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Richard Strauss dirigiert

Ouvertüre aus "Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart

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Lotte Lehmann singt

"Porgi amor" aus "Le Nozze di Figaro" von Wolfgang Amadeus Mozart

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Kontinuität: Die große Oper, die großen Sänger und Sängerinnen. Die Pflege der musikalischen Tradition

Selma Kurz ©
Selma Kurz
00:04:06 audio
Selma Kurz singt

"Ach! Ich liebte", aus "Die Entführung aus dem Serail" von Wolfgang Amadeus Mozart

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Lotte Lehmann ©
Lotte Lehmann

Die neuen Medien - neue Formen der Unterhaltung

Schellack-Platte ©
Schellack-Platte
Schellack-Plattenhülle Odeon ©
Schellack-Platte in Hülle
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Fußballbegeisterung auf Schellack

"Heute spielt der Uridil", 1922

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Das Radiozeitalter beginnt

"Die schöne Adrienne hat eine Hochantenne", 1925

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Die neuen Medien der Kultur - Durchbruch in den Zwanziger Jahren

Die Schallplatte, die „Schellacks“, setzen ihren Siegeszug fort und transportieren Ernste Musik und Unterhaltungsmusik in immer weitere Kreise.

Der Kinofilm wird nun zur gesellschaftlichen Kraft. Noch sind es Stummfilme, aber sie füllen die immer größeren Kinosäle. Film ist auch Filmkunst – in diesem Kontext am wichtigsten: „Die freudlose Gasse“, ein 1925 unter der Regie von G. W. Pabst gedrehter Film, der das verelendete Wien der frühen Zwanziger Jahre – besetzt mit großen Stars der Zeit wie Greta Garbo, Werner Krauß und Asta Nielsen - zeigt.

Das Radio beginnt ganz klein in den mittleren Zwanziger Jahren, gewinnt aber rasch an Publikum sowie an gesellschaftlicher und kultureller Bedeutung.

"Die freudlose Gasse", 1925 ©
"Die freudlose Gasse", 1925
Richard Tauber ©
Richard Tauber

"U-Musik" - Unterhaltungsmusik, populäre Kultur, Kabarett

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Richard Tauber singt

"Dein ist mein ganzes Herz", aus der Operette "Das Land des Lächelns" von Franz Lehár

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Weinseligkeit

"Das ist ein Wein, mit dem bin ich per Du", aus "Schwalbennest", 1927

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Wienerlied

"Wien, sterbende Märchenstadt", 1922

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Nostalgie - Wienerlied, Operettenseligkeit

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Wienerlied

"Das Wiener Lied", 1926

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Richard Waldemar als k. u. k. Feldmarschall ©
Richard Waldemar
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Kabarett - Richard Waldemar

"Geburtstagsgratulation mit Ansprache", 1927

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00:04:10 audio
Kabarett - Armin Berg

"Der Überzieher", 1929

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Armin Berg ©
Armin Berg

Musikalisches Kampffeld der Ideologien

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Hymne der Republik

Die "Renner-Kienzl-Hymne"

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00:03:57 audio
Eine neue Bundeshymne

"Sei gesegnet ohne Ende", die sogenante "Kernstock-Hymne"

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Politisches Lied

00:02:29 audio
Der Poet als politischer Liedermacher

"Das Schoberlied" von Karl Kraus

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00:02:37 audio
Arbeiterhymne

"Die Arbeiter von Wien"

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Wissenschaft

Oft eher außeruniversitär – die großen geistigen Anregungen, die noch immer, schon wieder – zwischen Kontinuität und Neuaufbruch - von Wien ausgehen: Wiener Psychoanalytiker wie Freud und Adler, der sich um den Philosophen Moritz Schlick formierende Wiener Kreis des logischen Empirismus, an seinem Rande der Solitär Ludwig Wittgenstein, die weiterhin wirkmächtige Wiener Schule der Nationalökonomie, nun geführt vor allem von Joseph Schumpeter und Ludwig von Mises.

Julius Wagner-Jauregg ©
Julius Wagner-Jauregg
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Die Fiebertherapie zur Bekämpfung von Geistesstörungen

Julius Wagner-Jauregg

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Alfred Lorenz ©
Adolf Lorenz
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00:02:32 video
Adolf Lorenz operiert

"Unblutige Operation eines Klumpfusses"

Chronik