Der Krieg tobt mittlerweile das dritte Jahr - und in der Hofoper geht, fast wie in Friedenszeiten, regelmäßig der Vorhang hoch.
Das Repertoire ist nach wie vor breit gestreut und auch die Werke italienischer oder französischer Komponisten standen regelmäßig auf dem Spielplan - auf kulturellem Gebiet waren die Ressentiments offenbar nicht so tiefgreifend.
Auch die Publikumslieblinge haben sich kaum geändert. Nach wie vor lockten Richard Mayr als Ochs im Rosenkavalier, Alfred Piccaver im italienischen und französischen Fach, Erik Schmedes als Wagner-Heldentenor oder die Sopranstars Maria Jeritza und Lotte Lehmann das Publikum in die Oper.
Die Oper dient auch als Fluchtort vor der Alltagsrealität, die sich 1917 jenseits der Front durch eine immer prekärer werdende Versorgungssituation der Zivilbevölkerung zeigt.
Die Einspielungen auf dieser Seite sind Schellackaufnahmen aus dem Archiv der Österreichischen Mediathek (keine Live-Mitschnitte) und spiegeln den Spielplan der Hofoper und die damaligen Besetzungen des Jahres 1917 wider.
Jules Massenet: Manon; Alfred Piccaver
Richard Strauss: Der Rosenkavalier; Richard Mayr
Richard Wagner: Der fliegende Holländer; Friedrich Weidemann, Wilhelm Hesch
Charles Gounod: Faust; Alfred Piccaver
Richard Strauss: Ariadne auf Naxos; Lotte Lehmann
Richard Wagner: Die Götterdämmerung; Erik Schmedes