Ende und Anfang: Der große Umbruch 1918–20

Der Weltkrieg hatte unzählige Tote und Verwundete gefordert, die wirtschaftliche Infrastruktur ruiniert und Massennot herbeigeführt. Die bisherige soziale Ordnung war in Frage gestellt, der alte staatliche Rahmen schlagartig gesprengt: Ein unklares kleines Restgebilde anstelle der österreichisch-ungarischen Monarchie. Das neue, noch provisorische republikanische Staatswesen hatte die wirtschaftliche und soziale Krise zu bewältigen, einen Friedensvertrag zu schließen und das Land außen- und innenpolitisch neu zu definieren. Gleich zu Beginn wurde mit der Einführung des Frauenwahlrechts und mit staatlicher Sozialpolitik ein wesentlicher Reformschritt getan.

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Die Reformen am Beginn der Ersten Republik

Frauenwahlrecht, Sozialpolitik
Zu den ersten Maßnahmen der neuen Republik gehörte das allgemeine Wahlrecht auch für Frauen (erstmals angewendet bei der Wahl der verfassunggebenden Nationalversammlung am 16. Februar 1919) und einige weitreichende soziale Regelungen, so etwa der Achtstunden-Arbeitstag, Verbot der Kinderarbeit, Kollektivverträge, Betriebsräte, Urlaubsanspruch und die Arbeitslosenversicherung.

Sozialminister Ferdinand Hanusch ©
Sozialminister Ferdinand Hanusch

Ein Entwicklungssprung

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Die neue Republik

Staatskanzler Renner

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Hymne der Republik

Renner-Kienzl-Hymne

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Sozialreform

Karl Renner

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Wirtschaftliche Reform

Karl Renner

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Landwirtschaft

Karl Renner

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Österreichs erste Nachkriegsregierung ©
Die erste Regierung der neuen Republik
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Unfallbehandlung

Lorenz Böhler - Bemühungen 1919

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"Die Wohnungsnot war nach dem Kriege ungeheuer groß!"

Mieterschutz

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Die erste Nationalratswahl

Die verfassunggebende Nationalversammlung ©
Die verfassunggebende Nationalversammlung
Wahllokal ©
In einem Wahllokal

16. Februar 1919 

Die erste Wahl in der Republik, die erste Wahl mit dem allgemeinen Wahlrecht für Frauen

 

Kundgebung für die Wahl zur Nationalversammlung ©
Kundgebung für die Wahl zur Nationalversammlung

Das Hungerelend

Die langwährende Unterernährung während des Krieges hatte vor allem für die Kinder Wiens katastrophale Folgen. Um die hungernden und rachitischen Kinder kümmerten sich nach Kriegsende auch ausländische Organisationen, so etwa die Quäker-Hilfe. Die Not Wiens war zu einem internationalen Thema und Problem geworden.
Die Versorgungskrise wurde auch noch dadurch verstärkt, dass viele Menschen aus den ehemaligen Kronländern nun ihre Zuflucht in Wien suchten.

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Quäkerhilfe für Österreich nach dem Krieg

Milch für an Tuberkulose erkrankte Kinder

Das hungernde und verelendete Wien

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Hilfe für Werktätige - Quäkerhilfe
Holzsammler im Wienerwald ©
Holzsammler im Wienerwald
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Kinderklinik Pirquet
Hunger in Österreich - stark unterernährtes Kind
Hungriges Wiener Kind
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Essensausgabe

Quäkerhilfe

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Ausspeisung

Quäkerhilfe

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Tuberkulose in Wien - Orthopädisches Spital

Quäkerhilfe-Film

Der Hungerwinter 1918 - Nachlese auf abgeerntetem Acker ©
Der Hungerwinter 1918
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Armut in Wien - Naschmarkt

Quäkerhilfe

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Ausspeisung in Wien

Quäkerhilfe

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Musikalische Verarbeitung: "Die tote Stadt"

Erich Wolfgang Korngold

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Die neuen Staatsgrenzen

Briefmarken von Österreich-Ungarn zu Deutschösterreich und Österreich ©
Von "Deutschösterreich" zu "Österreich"
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"Wir haben unser Vaterland verloren!"

Erinnerungen eines Offiziers und Wertung des Historikers - Friedrich Engel-Janosi

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Ungewissheit der nationalen und staatlichen Identität

Während verschiedene deutschnationale Gruppierungen schon vor dem Weltkrieg mit einem Anschluss an das Wilhelminische Deutsche Reich geliebäugelt hatten, stand für die Sozialdemokraten nach 1918 der Gedanke an den Anschluss an eine neue deutsche Republik im Vordergrund. Das christlichsoziale Lager konnte sich nur schwer von der österreichisch-habsburgischen Tradition lösen. Für die Meisten war mit dem Ende des alten Österreich ihr Staat, ihr Vaterland, verschwunden und die Frage, wohin man nun eigentlich gehöre, quälend. Man sah sich als deutschen Rest des alten Reiches, das nun in der neuen Republik zusammengefasst  und zunächst als "Deutschösterreich" bezeichnet wurde. Würde dies ein Provisorium sein, war ein Anschluss an Deutschland möglich?
Gerade der unter ganz anderen Umständen erzwungene nationalsozialistische "Anschluss" 1938 und der Zweite Weltkrieg sollten Erfahrungen sein, die in Folge zur Ausbildung eines eigenständigen österreichen Nationalgefühls im Lauf der Zweiten Republik führten.

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Anschluß an Deutschland?

Erinnerungen eines Offiziers und Wertung des Historikers. Friedrich Engel-Janosi

 

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Konflikt mit Ungarn um das Burgenland 1920/21.
Dem österreichische Anspruch auf westungarische Komitate wurde im Friedensvertrag von Trianon zwischen den Alliierten und Ungarn teilweise Rechnung getragen. Ödenburg/Sopron blieb nach einer Volksabstimmung aber ungarisch.

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Restaurationsversuche in Ungarn 1921

Interview mit Otto Habsburg-Lothringen

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Julius Deutsch über außenpolitische Fragen
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Unklare Grenzen – Konflikte mit neuen Nachbarn – Friedensvertrag mit den Siegermächten

Wahlwerbung für die Kärntner Volksabstimmung ©
Die Kärntner Volksabstimmung
Karte von Deutschösterreich, inklusive der Sudetengebiete
Die neuen Staatsgrenzen ungewiss ...

Die noch ungeklärte Grenze im Süden.
Wo sollte sie zwischen (Deutsch-)Österreich und dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen („SHS“, später Jugoslawien) verlaufen? Eine klare Sprachgrenze war schwer zu bestimmen, der Wille der Bevölkerung in den umstrittenen südlichen Gebieten der ehemaligen Kronländer Kärnten und Steiermark unterschiedlich oder unklar.
Von November 1918 bis Sommer 1919 wurden immer wieder heftige Kämpfe zwischen vordringendem südslawischem Militär und österreichischen Freiwilligenverbänden („Kärntner Abwehrkampf“) geführt, die unter anderem im Juni 1919 zur (vorübergehenden) Besetzung von Klagenfurt durch südslawische Truppen führten. - Die Intervention der Siegermächte des Weltkrieges stoppte weitere Kampfhandlungen und führte durch die Bestimmungen des Friedensvertrages von St. Germain und die Volksabstimmung vom 10. Oktober 1920 (59 Prozent der Stimmen für Verbleib bei Österreich, bei rund 70 Prozent slowenischsprachigen BewohnerInnen) in einem der umstrittenen Gebiete zum heutigen Grenzverlauf der beiden Staaten.

Räterepubliken in Ungarn und Bayern

00:45:56 (00:22:54 bis 00:24:05) audio
"Blut muss fließen!" - Erinnerung an die Münchner Räterepublik

Interview mit dem Ethiker und Sozialwissenschaftler Johannes Messner

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Der Friedensvertrag von St. Germain

Die österreichische Delegation in St. Germain ©
Die österreichische Delegation in St. Germain
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Friede von St. Germain

Delegationsleiter Karl Renner

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Der Friedensvertrag von St. Germain, der von der Nationalversammlng unter Protest angenommen wurde, bestimmte unter anderem die neuen Außengrenzen, legte den Namen der Republik mit "Österreich" fest und untersagte den Anschluss an Deutschland.

Renner in St. Germain
Renner in St. Germain

Republik oder Räterepublik?

Erster Bundespräsident: Michael Hainisch, 1920

Explosive innere Lage

00:29:32 (00:09:53 bis 00:11:24) audio
Julius Deutsch über die innere Sicherheit in den ersten Nachkriegsjahren
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Kommunistischer Aufmarsch am Ring ©
Kommunistischer Aufmarsch am Ring
00:57:32 (00:07:14 bis 00:08:43) audio
Gründung der Kommunistischen Partei

Johann Koplenig

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Chronik