Rüstung als Kriegsgrund?

Si vis pacem para bellum - Wenn du Frieden willst, bereite Krieg vor

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JaJapanischer 28cm Mörser von Krupp bei der Belagerung von Port Arthur ©
Japanischer 28cm Möser
Alfred Hermann Fried ©
Alfred Hermann Fried
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Alfred Hermann Fried
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Französische 75mm Feldgeschütz-Batterie ©
Eine Batterie französischer 75mm-Feldgeschütze Modell 1897 in offener Feuerstellung
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Luftschiffer Wenzel Windig
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Feldflugplatz bei Bremen ©
Das Neuenlander Flugfeld bei Bremen
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Zivile Schifffahrt
Großadmiral Alfred von Tirpitz ©
Großadmiral Alfred von Tirpitz
Ein deutsches Schlachtschiff der Königklasse ©
Deutsches Schlachtschiff
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Luftfahrt
Eine französische Caudron G IVB-2 - Doppeldecker für die Lauftaufklärung ©
Eine französische Caudron G IVB-2

Am Land führte die Eisenbahn zu einer echten Verkehrsrevolution. Der österreichische Aufmarsch in Böhmen, im Krieg 1866 gegen Preußen, musste über eine einzige Eisenbahnlinie abgewickelt werden. Preußen konnte seinen Aufmarsch auf fünf Eisenbahnlinien verteilen. Erst dadurch wurde Moltkes Leitspruch "Getrennt marschieren, vereint schlagen" überhaupt möglich. Russlands Niederlage 1905, im Krieg gegen Japan, war nicht zuletzt auf die Tatsache zurückzuführen, dass die transsibirische Eisenbahn nur einspurig ausgebaut war.
Das Automobil wurde von einem Spielzeug für Reiche zu einer ernsthaften Alternative zum bespannten Transport. Noch war "Kamerad Pferd" völlig unentbehrlich, aber die Zahl der Kraftfahrzeuge in den verschiedenen Armeen des Kontinents war im ständigen Steigen begriffen. Einer der revolutionären Aspekte am 30,5 cm Skoda-Mörser war der Transport. Aufgeteilt in 3 Lasten und von eigens entwickelten Motorschleppern gezogen, war seine Mobilität bis dahin unerreicht. 
Luftschiffe und Flugzeuge fanden Eingang in die Arsenale der Großmächte. Noch stand nicht der Einsatz von bewaffneten Flugapparaten im Vordergrund der Überlegungen, aber ihr Wert als Mittel zur Aufklärung wurde erkannt. Clausewitz' "Nebel des Krieges" wurde dadurch etwas durchsichtiger. Der Telegraf und zunehmend das Funkgerät revolutionierten die Nachrichtenübermittlung. Nachrichten um die halbe Welt konnten bereits vor dem Ersten Weltkrieg in wenigen Stunden übermittelt werden. 

"Der Lotes verläßt das Schiff" - Karikatur auf das Ausscheidne Bismarcks aus der Politik ©
"Dropping the Pilot"
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Militärsignale der US-Army (Infanterie)
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Trompeter der US-Navy ©
US-Trompeter

Rüstung als Kriegsgrund?

Lieferte die Rüstung der Großmächte vor dem Ersten Weltkrieg den Kriegsgrund? Richtig ist, dass auch schon vor dem Zeitalter der arbeitsteiligen Massenproduktion der Ausspruch "Si vis pacem para bellum" bekannt war. Aber selten hatte er solche allgemein geteilte Gültigkeit wie in den Jahren vor 1914.

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Industrielle Revolution unter dem Doppeladler
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Ein Hauptgeschützturm für ein österreich-ungarisches Schlachtschiff der Tegethoff-Klasse ©
Drillings Geschützturm der Viribus Unitis

Der rasante Fortschritt in Wissenschaft und Technik, die industrielle Revolution, aber auch die Revolution der Landwirtschaft, bedingten sich gegenseitig, beeinflussten sich wechselseitig und letztendlich liefen alle diese Entwicklung auf eine Steigerung der Geschwindigkeit in praktisch allen Bereichen des Lebens, auf eine ungeheuerliche Beschleunigung, hinaus. Eine Steigerung jeglichen Wachstums in ungeahnten Ausmaßen war die Folge. Die Bevölkerung wuchs, die Produktion auf allen Gebieten der Wirtschaft wuchs, mehr Lebensmittel konnten mehr Menschen ernähren, die in immer mehr und größeren Fabriken immer mehr erzeugten. Weiterentwicklungen in Wissenschaft und Technik, besonders auf dem Gebiet der Chemie, der Metallurgie, der Elektrik und der Optik, Normierung und Standardisierung in der Produktion in ungeahntem Ausmaß, all das führte zu einer Erhöhung der Menge bei gleichzeitiger Hebung der Qualität der Produkte und deren Leistungsfähigkeit.

Eine Revolution der Mobilität auf einer Massenbasis war eine weitere Folge dieser Entwicklungen und Entfernungen begannen zu schrumpfen. Dampfschiffe, zuerst mit Kolbenmaschinen und später mit Dampfturbinen, machten die Seefahrt erstmals vom Wind unabhängig. Güter und Passagiere überquerten in sehr viel kürzerer Zeit die Meere.

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Achtung vor dem Automobil! (mit schrecklichem Gebrüll)
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Karikatur - "Und nach dem Krieg ein Orden und vielleicht ein Job ... " ©
"Und nach dem Krieg einen Orden ... "
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Rüstung vor dem Ersten Weltkrieg
"Im Eisenwalzwerk" Gemälde von Adolph Menzel ©
Eisenwalzwerk
Ein schweres deutsches Maschinengewehr Modell 08/15 ©
Deutsches schweres Maschinengewehr Modell 1908

Aber auch die Waffen selbst wurden immer wirkungsvoller. Geschütze mit wirklich funktionierenden Rohrrücklaufbremsen und Rohrvorholmechanismen, mit Schnellverschlüssen, um bis zu 20 gezielte Schuss in der Minute abzugeben. Eine Steigerung der Reichweite bei allen Kalibern, eine Verbesserung der Granaten, ihrer Zünder und der Feuerleitung, alles zusammen sollte die tödliche Herrschaft der Artillerie auf dem Schlachtfeld des kommenden Krieges ergeben. Infanteriegewehre, die einen Feuerkampf auf 1000 Meter Entfernung ermöglichten, Maschinengewehre mit einer Kadenz von 500 Schuss in der Minute, die Ziele noch in 1500 Meter Entfernung bekämpfen konnten. „All-Big-Gun“ Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer, die sich auf mehr als 10 Kilometer Entfernung bekämpfen konnten und mit fast 30 Knoten, über 50 Stundenkilometern, bei voller Fahrt, die Meere durchquerten. U-Boote mit funktionierenden Torpedos und verbesserte Seeminen als Gefahr für die Schifffahrt, der Telegraf und das Funkgerät zur Nachrichtenübermittlung, all diese Neuerungen und noch viele mehr, die hier nicht genannt wurden, veränderten grundlegend das Bild des Krieges.

Selbst das Denken der Militärs in Europa war von der Beschleunigung erfasst. Der Kult der "Offensive bis zum Äußersten" (L'attaque à outrance) erreicht gerade jetzt seinen Höhepunkt. Nur wer die Initiative ergriff, im Krieg bedeutete dies wer angriff, konnte eine Entscheidung erzielen. Der Verteidiger kann vielleicht eine Schlacht für sich entscheiden, nur der Angreifer kann einen Krieg gewinnen, so lautet sehr stark verkürzt die Ansicht der führenden Militärs vor Kriegsausbruch. Dass gerade die gesteigerte Feuerkraft, in Kombination mit Feldbefestigungen und Schützengräben, diese wiederum durch Stacheldrahthindernisse gesichert, die Verteidigung bevorteilte, diese Erkenntnis sollte erst langsam, sehr langsam in den Köpfen der Offiziere Einzug halten.

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Ansprache von Ferdinand Graf von Zeppelin
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Postkarte über den Absturz der Zeppelin LZ4 ©
Der Absturz von LZ 4 bei Echterdingen am 5. August 1908
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Ansprache von Dr. Eckener
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Zeppelin mit schwimmender Halle am Bodensee ©
Zeppelin über dem Bodensee
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Aufnahme des deutschen Kaisers Wilhelm II. aus dem Jahr 1904
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Parade im Berliner Lustgarten 1894 ©
Parade im Lustgarten 9. Februar 1894
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Die Geburt der Stromlinie und die Entstehung der Etrich Taube
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"Vor dem Abflug" - Start eines k. u. k. Aeroplanes - eines Doppeldeckers ©
k. u. k. Aeroplan vor dem Abflug
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Neue Mobilität - Das Automobil beginnt die Welt zu erobern
Österreichischer 30,5 cm Skoda-Mörser auf dem motorisierten Transport ©
Ein 30,5 cm Skoda Mörser M11 der k.u.k. Armee auf dem Transport

Chronologie der Ereignisse