Wiener Leben

Eine Stadt im Aufbruch. Um 1900 erreicht Wien den Höhepunkt seiner kulturellen und urbanen Bedeutung – vor dem Hintergrund großer politischer und sozialer Probleme.

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Eine Stadt im Aufbruch

Der Heiligenkreuzerhof in Wien ©
Der Heiligenkreuzerhof in Wien

Die dynamische Haupt- und Residenzstadt Wien hat jahrzehntelang unternehmungslustige Menschen aus allen Teilen des Reiches angezogen – ein Schmelztiegel der Nationalitäten.
Manche der Neu-Wiener sind längst etabliert, "Millionäre", manche von ihnen gar "Ringstraßenbarone", ihre Söhne Industrielle, Politiker, Professoren und Schöngeister.

Der bei weitem überwiegende Teil der Bevölkerung lebt unter Umständen, die bescheidener sind, als man es sich heute vorstellen kann.
Um nur ein anschauliches Faktum herauszugreifen: 66.000 Menschen waren 1909 "Bettgeher", das heißt, sie hatten keine Wohnung und durften nur für einige Stunden ein Bett benützen.

Wiener Leben und was es kostet ...

"Fahr'n ma, Euer Gnad'n!" . zwei typische Wiener Fiaker ©
Fahr'n ma, Euer Gnad'n!
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Wien – eine Welthauptstadt des Geistes. Realbedingungen als Idealbedingungen?

Realbedingungen als Idealbedingungen?

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Szenen aus dem Wurstelprater - Hörbild aus dem Jahr 1903

Hörbild aus dem Jahr 1903

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Fiakerlied
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Ein Arbeiter verdient rund 20-24 Kronen, Frauen weniger als die Hälfte, ein Volksschullehrer 120 Kronen im Monat;
ein Leib Brot kostet rund 20 Heller, ein Wiener Schnitzel mit Salat 70 Heller; ein Herrenanzug 30 Kronen, Damenschuhe 6-12 Kronen;
eine bessere Vorstadtwohnung (Zimmer, Küche, Kabinett) rund 28 Kronen im Monat (nach Walter Kleindel, Österreich, Wien 2004)

Wiener Fiaker ©
Wiener Fiaker
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Blumentag in Wien

Eine Alibiaktion?

In Ermangelung eines sozialen Netzes spielen private und kirchliche Karitativunternehmungen eine wichtige Rolle. Manches ist aber auch bloße Alibiaktion – wie wahrscheinlich der im Film gezeigte "diesjährige Blumentag":

Reichenbergerhof in Wien (heute Griechenbeisl) ©
Reichenbergerhof in Wien (heute Griechenbeisl)
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Wien 1910

Haupt- und Residenzstadt

Politisch ist Wien Hauptstadt und Teil Niederösterreichs, sein Bürgermeister dem Statthalter von Niederösterreich untergeordnet. Tatsächlich ist die politische Rolle des Bürgermeisters groß, vor allem seit dem prägenden Auftreten Karl Luegers, Bürgermeister von 1897 bis zu seinem Tod 1910. Seit dem Aufkommen der Massenparteien und der Erweiterung des Wahlrechtes dominieren die Christlichsozialen Luegers die Stadt, eine kleinbürgerliche, klerikale und antisemitische Partei, die mittlerweile aber von den Sozialdemokraten in ihrer Rolle bedroht ist. – Wien hat über zwei Millionen Einwohner und ist eine der größten Städte der Welt.

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Der Dr. Lueger hat mir die Hand gereicht
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Antisemitismus in Österreich – 1. Teil

1. Teil

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Bürgermeister Karl Lueger ©
Bürgermeister Karl Lueger

Wachablöse in der Hofburg - Wachablöse eines ganzen Zeitalters?

Wiener Typen - Stammgäste bei der Burgmusik ©
Wiener Typen - Stammgäste bei der Burgmusik
Wiener Typen - Alte Drahrer ©
Wiener Typen - Alte Drahrer
Menschenmenge bei der "Burgmusik" - der Wachablöse in der Wiener Hofburg ©
Burgmusik
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Aufziehen der Burgwache
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Wiener Bürger

Marsch

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Ich bin der Edison-Phonograph
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Eduard Pötzl - Rede eines Hausmeisters

Eduard Pötzl

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Wiener Tramway-Fahrschein ©
Wiener Tramway-Fahrschein

Lieder zum Wiener Leben auf Schallplatte

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Im Wiener Stellwagen...
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Auf der Bastei...
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Beim Jubiläumsfestzug...
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Taxameter und Bezin...
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Chronologie der Ereignisse